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Nati-A-Captain Oli Kurmann mit dem SMM-Pokal 2021/22 der SGL

Furioser Start der Luzerner Nati-A-Mannschaft in der SMM 2022/23

Die Schachgesellschaft Luzern ist aktuell Titelverteidiger der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft. In der 2. Runde bzw. ihrem ersten Einsatz in der jüngst gestarteten SMM 2022/23 - die 1. Runde gegen Echallens wurde verschoben - machte das Nati-A-Oktett um Captain Oli Kurmann seinem Ruf alle Ehre.

 

Mit beinahe der Höchststrafe von 7,5: 0,5 fertigte man Gegner Nimzowitsch ab:

Kurmann - Gallagher 1:0, Atlas - Georges 1:0, Bänziger - Florescu 1:0, R. Lötscher - Bäumer ½:½, Hakimifard - Nabavi 1:0, Riff - Drechsler 1:0, Rusev - Chennaoui 1:0, P. Lötscher - Alic 1:0.

 

Kann die SGL ihren Pokal in den Händen behalten? Die Saison wird schwer werden, die Konkurrenz ist stark. Doch mit diesem überzeugenden Einstand ist schon mal ein tragender Grundstein gelegt.

 

Wir berichten sporadisch über das Geschick der Mannschaft und bringen die schachlichen Highlights der Spieler. Weitere Details zur laufenden Meisterschaft finden sich wie immer auf der Webseite des Schweizerischen Schachbundes.

Luzern - Nimzowitsch Zürich 7½:½ (Kurmann - Gallagher 1:0, Atlas - Georges 1:0, Bänziger - Florescu 1:0, R. Lötscher - Bäumer ½:½, Hakimifard - Nabavi 1:0, Riff - Drechsler 1:0, Rusev - Chennaoui 1:0, P. Lötscher - Alic 1:0)
Luzern - Nimzowitsch Zürich 7½:½ (Kurmann - Gallagher 1:0, Atlas - Georges 1:0, Bänziger - Florescu 1:0, R. Lötscher - Bäumer ½:½, Hakimifard - Nabavi 1:0, Riff - Drechsler 1:0, Rusev - Chennaoui 1:0, P. Lötscher - Alic 1:0)

(WE-13-05-2022)



Superbet Chess Classic 2022

Im rumänischen Bukarest nähert sich das Superbet Chess Classic Turnier 2022 seiner 9. und damit letzten Runde. Das "Superbet" ist das erste von fünf Turnieren der Grand Chess Tour 2022.

 

Das 10-köpfige Teilnehmerfeld ist extrem stark, mit Aronian, So, Caruana, Firouzia, Nepomniachi und Rapport nehmen nicht weniger als sechs Top-10-Spieler teil!

 

Aktuell wird das Feld von Wesley So und Levon Aronian angeführt (siehe Rangliste rechts), die letzte Runde am kommenden Wochenende wird über den Sieg und damit über ein Preisgeld von insgesamt 350'000 Dollars entscheiden.

(WE-13-05-2022)



100 Jahre alt : Jurij Averbach

Heute vor exakt 100 Jahren wurde am 8. Februar 1922 im russischen Kaluga der Meisterspieler und bekannte Endspiel-Theoretiker Jurij Awerbach geboren.
Damit ist Awerbach aktuell der älteste lebende Grossmeister der Welt.


Awerbach ging im Laufe seiner langen Schachkarriere aus einer Vielzahl von Turnieren als Sieger hervor. In die Schachgeschichte eingehen wird er aber vor allem als grosser Endspiel-Experte, dessen vierbändiges Kompendium "Lehrbuch der Schachendspiele" - 1958 bis 1964 im damaligen DDR-Sportverlag erschienen - wohl noch heute im Bücherregal zahlloser Schachspieler auf der ganzen Welt steht.

 

Vor einem Jahr wurde bekannt, dass Awerbach wegen Corona hospitalisiert werden musste. Dem Vernehmen nach soll er sich davon aber inzwischen wieder erholt haben.

(WE-08-02-2022)

Awerbach am Hochofen-Turnier 1963 in Amsterdam


Einer seiner grössten Triumphe feierte Awerbach 1962 in Moskau, als er das Turnier mit 10 Punkten vor anderen damaligen Grossen wie Bronstein, Lilienthal, Larsen oder Hort gewann.

 

In seinen Partien trifft man (natürlich) immer wieder filigrane Endspiele an, die Awerbach dank seines umfassenden Endspiel-Knowhows mit subtilster Technik zum Sieg zu führen vermochte.
Ein Beispiel ist seine Partie gegen Larsen im oben erwähnten Turnier, wo er seinen Qualitäts-Vorteil langwierig gegen das Läuferpaar durchzusetzen hatte.
Awerbachs Präzision ist dabei beeindruckend, auch eine heutige Schach-Engine könnte die Gewinnführung nicht besser gestalten! (Siehe nebenstehende Analyse):



45. Weihnachtsopen Zürich 2021

Vorgestern ging die 45. Ausgabe des bekannten Zürcher Weihnachtsopens zu Ende. Es siegte im 62-köpfigen Meisterturnier der deutsche Grossmeister Vitaly Kunin vor dem französischen IM Pierre Laurent-Paoli und dem serbischen GM Dejan Pikula.
150 Spieler waren im Allgemeinen Turnier am Start, dort gewann Flavio Rottuno vor Nils Delmonico und Reto Bhunjun.
Mit Daniel Portmann (MT) und Walter Eigenmann (AT) nahmen auch zwei Mitglieder der Schachgesellschaft Luzern an dem traditionsreichen 7-rundigen Turnier im Zürcher Nobelhotel Crowne Plaza teil. Während Daniel mit der Startnummer 48 auf dem 53. Schlussrang landete und mit seinen zwei Punkten in etwa das eigene Soll erfüllte, blieb Walter mit 4,5 Punkten und dem 33. Rang merklich hinter seiner Startnummer 20 zurück. Als kleines "Trostpflaster" durfte er den 1. Preis als bester Ü60-Spieler entgegennehmen.
Das 45. Weihnachtsopen Zürich 2021 war auch das Turnier der Junioren. Zahlreiche junge und sehr junge, nichtsdestotrotz stark aufspielende Spieler*innen fanden diesmal den Weg an dieses Turnier, das zeitlich in die Schulferien fällt und heuer wegen Corona wohl so manche/n zusätzliche/n Jugendliche/n mit Familie ans Schachbrett statt in die Skiferien lockte. (Bild: Markus Angst)       (WE-01-01-2022)


Magnus Carlsen verteidigt zum fünften Mal seinen Weltmeister-Titel

Mit der gestrigen 11. Partie und dem 4. Sieg im WM-Kampf 2021 (siehe nachfolgende Partie) besiegelte Magnus Carlsen gegen Ian Nepomniachtchi seine fünfte (!) Verteidigung des Weltmeister-Titels.

Das Match in Dubai war in seiner ersten Phase geprägt von Ausgeglichenheit und teils sehr interessanten, wenngleich mit Remis entschiedenen Partien.
In der monumentalen 6. Runde brach dann Herausforderer "Nepo" komplett ein - von dieser brutalen Niederlage erholte er sich nicht mehr, der "Flow" des Herausforderers war nachhaltig gebrochen.
Mit 7,5:3,5 Punkten fiel das Verdikt des alten und neuen Weltmeisters Carlsen schliesslich unerwartet hoch aus. Eine neuerliche Demonstration seiner bald 10-jährigen, absoluten Dominanz in der Schachwelt...      (WE-11-12-2021)



23. Europäische Mannschaftsmeisterschaft 2021

Die vielbeachtete European Team Chess Championship 2021 im slowenischen Cataz endete mit dem Sieg der Ukraine vor Frankreich und Polen.
Während das Schweizer Damen-Quartett mit ihrem 28. Schluss-Rang unter den Erwartungen abschnitt, verbesserten die Herren ihre 26. Start- auf die 20. Endposition.
Neben GM Nico Georgiadis war es v.a. der Luzerner Nati-A-Spieler Oli Kurmann, der das Gesamt-Score der Schweizer positiv beeinflusste. Zwar verpasste er die angestrebte dritte GM-Norm knapp, aber als einziger blieb er in allen acht gespielten Runden ungeschlagen.    (WE-21-11-2021)




Innerschweizer Schachtag 2021 in Baar

Anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums des Schachklubs Baar vergibt der Innerschweizer Schachverband seinen Schachtag nach Baar.
Dort wird am Sonntag den 21. November 2021 im zentral gelegenen Gemeindesaal in insgesamt vier Kategorien gespielt, wobei sieben Runden mit einer Bedenkzeit von 20 Min/Partie zu absolvieren sind.
Zum ersten Mal nach der Pandemie-Pause kann der ISV also seinen traditionsreichen Schachtag wieder durchführen; er und die jubilierenden Baarer hoffen auf zahlreiche Beteiligung.   (WE-9-11-2021)



Zum 75. Geburtstag von Michail Tal

Er rauchte extrem viel und trank exzessiv, war schwer nierenkrank - aber er spielte ein Schach wie vom anderen Stern: Michail Tal (1946-1992). Das lettische Genie, auch "Der Zauberer von Riga" genannt, wurde 1960 der achte Weltmeister.
Sein taktisch geprägter, sehr risikoreicher Spielstil war gefürchtet, und wenn auch seine Figurenopfer unterm Mikroskop der modernen Engines nicht in jedem Falle "korrekt" waren, so stellten sie doch seine Gegner am Brett jeweils vor schier unlösbare Probleme.
Heute am 9. November 2021 könnte Tal seinen 75. Geburtstag feiern. (WE-9-11-2021)




Tingjie Lei gewinnt Grand Swiss der Frauen

Zeitgleich mit den Männern lief in Riga das FIDE Grand Swiss Tournament der Frauen. Vorzeitige Siegerin und damit fixe Teilnehmerin des nächstjährigen WM-Turniers ist die Chinesin Tingjie Lei.
Vorentscheidend für den Turniersieg der 24-jährigen Frauen-Grossmeisterin wurde ihre Gewinnpartie gegen die bekannte "Chess Queen" Alexandra Kostenju in der neunten Runde. (WE-7-11-2021)



Happy Birthday to Robert Hübner

Er war fast zwei Jahrzehnte lang einer der 20 weltbesten Schachspieler, und im Juli 1981 zählte er gar zu den Top-Drei der Weltrangliste. Die Rede ist von dem deutschen Grossmeister und WM-Kandidaten Dr. Robert Hübner, der exakt heute seinen 73. Geburtstag feiern darf.
Was manche jungen Spieler gar nicht mehr wissen: Hüber spielte auf Einladung der SGL jeweils am Spitzenbrett jener Luzerner SMM-Nationalmannschaften, die erstmals 1991 und dann nochmals 2018 den Schweizermeister-Titel eroberten.
Die Schachgesellschaft Luzern gratuliert ihrem damaligen Vorkämpfer auch von hier aus herzlich zum heutigen Wiegenfest!   (WE-6-11-2021)



Neue Verfilmung der "Schachnovelle"

Literarisch interessierte Schachfreunde kennen natürlich die berühmte "Schachnovelle" von Stefan Zweig. Die Geschichte um den von den Nazis inhaftierten Dr.B, dem das einsame Schachspielen das mentale Überleben ermöglicht, gehört zu den Klassikern der erzählenden Literatur.
Seit einigen Wochen läuft eine neue Film-Adaption dieses weltbekannten Zweig-Stoffes in den Kinos (Trailer).
Eine Mehrheit der Kritiker ist sich einig: Sehenswert.   (WE-4-11-21)




SSB-Projekt: "CHess - ein Leben lang spielen"

In seinem "Editorial" der jüngsten Ausgabe (Nov. 2021) der "Schweizerischen Schachzeitung" schlägt Urs Hirt, Vorstands-Mitglied des Schweizerischen Schachbundes SSB, einerseits hoffnungsvolle, aber auch beunruhigte Töne an.
Angesichts der ständig sinkenden Mitglieder-Zahlen auf nationaler Ebene lanciert der SSB sein Projekt "CHess - ein Leben lang spielen". Schach soll als Breitensport wieder populärer, die Lücke zwischen den online abgewanderten Junioren und den Senioren geschlossen werden.   (WE-4-11-21)




Starke Frauen im Schachsport

Der Österreichische Schachbund hat eine interessante Online-Offensive in Sachen "Frauenschach" lanciert. In regelmässigen Abständen stellt er "starke Frauen im Schachsport" vor, bevorzugt auf Youtube.
Den Start machte die Grossmeisterin Eva Repkova.   (WE-2-11-21)